roman's blog …

… zu Corporate Social Responsibility, Nachhaltiger Entwicklung und Neuen Medien!

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No Future Marktwirtschaft?

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Im Gegenteil, allerdings ist eine Neuinterpretation gefragt! Denn die aktive Mitwirkung der Wirtschaft ist unbedingt erforderlich, sollen die anstehenden globalen Herausforderungen überwunden werden. *

Wagt man einen kurzen Rückblick in das Jahr 2009 so bleibt man doch einigermaßen frustriert zurück: die globale Wirtschaft strauchelte, Herausforderungen wie Armut, Nahrungsmittelknappheit und sauberes Trinkwasser harren weiterhin einer Lösung und der Klimawandel kann weiter fortschreiten – die Konferenz von Kopenhagen hat nur ein halbherziges Abkommen hervorbringen können. Die Alleinschuld für diese Miseren im Kapitalismus zu suchen greift zu kurz. Wohl eher ist es eine Kombination aus mangelnder gesellschaftlicher Solidarität bei gleichzeitigem Fehlen von politischem Mut und Weitblick, sowie – das soll nicht unterschlagen werden – ungezügelten, auf kurzfristigen Gewinnen ausgerichteten Märkten.

Doch gerade die oben genannten globalen Herausforderungen erfordern es , dass alle Akteure – Politik, Zivilgesellschaft, Unternehmen und auch jeder Einzelne – gemeinsam an Lösungen arbeiten. Für Unternehmen bedeutet es, dass vielfach neue Wege beschritten werden müssen. „Business as usual is not an option“, betonte Björn Stigson, Präsident des World Business Council for Sustainable Development im Oktober 2009 vor über 50 CEOs der weltweit größten Unternehmen. Auf globaler Ebene wie auch in Österreich erkennen EigentümerInnen und ManagerInnen, dass die Themen Verantwortung und Ethik wichtiger sind denn je. Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility (CSR) müssen gerade jetzt zentrale Begriffe der Unternehmensausrichtung sein.

Erfolg mit Verantwortung

Großbetriebe und multinationale Konzerne haben CSR als Mittel gegen den grassierenden Vertrauensverlust aufgegriffen und inzwischen auch als Innovationstreiber für sich entdeckt. Unternehmen setzen auch in diesem Bereich auf Professionalisierung und legen bei der Umsetzung sozialer und ökologischer Initiativen immer mehr dieselben Maßstäbe an, wie in ihrem unternehmerischen Handeln. Und auch Klein- und Mittelunternehmen haben Chancen und Nutzen von strategischer CSR entdeckt. Diese sind traditionell stark in regionale Strukturen eingebunden, wodurch fairer Umgang mit GeschäftspartnerInnen und MitarbeiterInnen sowie das Engagement in der lokalen Gemeinschaft eine notwendige Voraussetzung für unternehmerischen Erfolg sind.

Auf dem Weg, CSR dauerhaft und strategisch in noch mehr heimischen Unternehmen zu verankern, wurde in Österreich im Jahr 2009 ein weiterer gesetzt. Über 80 Unternehmen erarbeiteten im Dialog mit VertreterInnen von Politik, Nicht-Regierungsorganisationen und Wissenschaft das neue CSR-Leitbild der österreichischen Wirtschaft: „Erfolg mit Verantwortung – Ein Leitbild für zukunftsfähiges Wirtschaften“. Das Leitbild richtet sich an alle österreichischen Unternehmen und bietet ihnen einen Katalog von Zielen für verantwortungsvolles Wirtschaften. Unternehmen können das Leitbild für sich übernehmen und es zur schrittweisen Umsetzung ebenso nutzen wie für die systematische Dokumentation ihres Engagements.

Geschäft und Gesellschaft

Auch in der aktuellen Management-Lehre finden geänderte Rahmenbedingungen für Unternehmen ihren Niederschlag. So ist der Strategie-Guru der Betriebswirtschaftslehre, Michael E. Porter, der Ansicht Unternehmen müssen „Geschäft und Gesellschaft“ verbinden, um damit für beide Seiten „shared value“, einen gesellschaftlichen Mehrwert, zu erzielen. Sein Kollege, Wirtschaftsvordenker C.K. Prahalad geht sogar so weit, dass er in Zukunft nur mehr für Unternehmen Chancen sieht, die auch soziale und ökologische Kriterien in ihr Geschäftsfeld integrieren und so aus dem Konzept der Nachhaltigen Entwicklung einen – für den langfristigen Erfolg – entscheidenden Wettbewerbsvorteil generieren.

In Zukunft werden nur mehr jene Betriebe erfolgreich sein, die sich als Teil der Lösung der oben genannten globalen Herausforderungen verstehen – und auch wirtschaftliche Konzepte dafür anbieten können. Eine „neu interpretierte“ Marktwirtschaft wird Solidarität und generationenübergreifende Verantwortung als zentrale Werte enthalten müssen. Dafür liegt eine Vielzahl an Konzepten auf dem Tisch. Jetzt ist es an der Zeit, dass alle gesellschaftlichen Akteure deren Umsetzung einfordern und daran konstruktiv mitarbeiten.

* Dieser Blog-Eintrag ist unter dem Titel “Umsetzung einfordern” in der Serie “Guter Kapitalismus?” am 24.12.2009 als Teil 14 in der Zeitung Der Standard erschienen.

Written by Roman

January 7th, 2010 at 10:52 am

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Die Karenz ist vorbei: ein Rückblick!

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Heute, am 1. September 2009, ist meine Karenz zu Ende gegangen. Zeit für einen kurzen Rückblick und ein Stimmungsbild zum Wiedereinstieg. Diesen habe ich dieses Mal nicht hier, sondern im CSR-Blog veröffentlich (auch deshalb, weil er auszugsweise auf diesem Artikel beruht).

Für alle die jetzt noch hier weiterlesen und sich fragen, was den jetzt mit diesem Blog passiert (mit dem ja während der Karenz, für die er ja geschaffen wurde, reichlich wenig passiert ist) habe ich keine Antwort. Ich überlege noch, wälze Ideen, und frage mich, ob ich überhaupt jemals mein persönliche Haupt-Hindernis zu bloggen – dass ich die Zeit nicht habe, finde, oder sie mir nehme – überwinden kann.

Bis ich also mit mir selbst und diesem Blog im reinen bin kann es noch eine Weile dauern. bei Interesse ist es aber leicht mir einstweilen – in mundgerechten Stücken – auf Twitter zu folgen.

PS: Nochmal die Erinnerung – hier ist der im Titel erwähnte Karenz-Rückblick.

Written by Roman

September 1st, 2009 at 9:16 pm

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Ich blogge, also bin ich!

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So, jetzt endlich auch ich. Schon Monate habe ich die Idee gewälzt, meine persönlichen Gedanken zu Job (vor allem zu den Themen CSR und Nachhaltige Entwicklung) sowie meinen Interessen (insbesondere neue Medien, soziale Netzwerke und die Tools dazu) in einem Blog niederzuschreiben – und somit zu fokussieren.

Doch weder das sehr gute e-book zum Thema von Linas Simonis, The New Rules of Business Blogs (2008), noch Ermunterungen von Hannes Offenbacher und Robert Lecker, konnten mich bisher dazu bewegen mit dem bloggen zu beginnen. Bis jetzt hatte ich mein Auskommen mit dem Micro-Blog-Dienst Twitter gefunden – 140 Zeichen ohne verpflichtende Regelmäßigkeit schien das richtige für mich.

Erst der Beginn meiner Teilzeit-Karenz (die bis zum Sommer Vollzeit wird) hat jetzt den letzten notwendigen Anstoß gegeben, diesen Blog zu starten. Das umfangreiche Feedback das ich erhalten habe, wenn ich von meiner geplanten Karenz erzählte, zeigte mir, dass es (scheinbar) wirklich für viele Menschen (Männer!) interessant ist, ein wenig mehr über die Umsetzung zu erfahren. Alleine über die Herausforderungen in der Vorbereitung – das Überzeugen des Vorstands und des Teams – musste ich inzwischen oftmals und intensiv berichten.

Was lernen wir daraus: Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist noch lange nicht den Köpfen angelangt – und zwar weder in denen der Chefs, aber auch nicht wirklich in jenen der Mitarbeiter (in diesem Fall meine ich nur die männliche Form). Und damit sind wir auch beim Thema meines Jobs – CSR – angelangt und so schließt sich der Kreis.

Was also darf der geneigte Leser erwarten:

  • Hands-on Berichte aus der Karenz: Wie die Umsetzung bei uns (zu Hause und im Büro) klappt oder eben auch nicht.
  • Nachhaltigkeitsthemen die mich bewegen: Aktuell im Tagesgeschäft oder in Medien und Literatur
  • Neue Technologien und was ich daran spannend finde, insbesondere in Bezug auf obige Themen.
  • Und natürlich Anekdoten von und mit meinem Sohn. Schließlich bin ich auch stolzer Vater.

Das muss jetzt für eine Einleitung reichen. Ich freue mich auf Feedback. Und wünsche gute Unterhaltung.

Noch ein Satz zum Titel dieses Eintrags: Das haben natürlich auch schon andere vor mir gesagt, zum Beispiel Medienwissenschaftler Geert Lovink in der Zeit vom 19. Dezember 2007.

Written by Roman

March 2nd, 2009 at 11:11 pm

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